Wie alles begann


Schon in meiner Kindheit begann sich in meiner Familie und bei Freunden das Interesse an dem bäuerlichen Beruf zu entwickeln. In der uckermärkischen Stadt Greiffenberg half ich mit meinem Bruder bei der täglichen Arbeit auf dem Hof, auf dem Feld und im Stall bei der Pflege und Fütterung der Tiere. Kühe auf einer WeideGetreide bekamen die Schweine, Ziegen, Bullen, Pferde, Hühner, Enten, Gänse und Kaninchen als Futter. Blumenkohl, Tomaten und Kräuter bauten wir für den Markt an.
Mit dem Pferdefuhrwerk brachten wir das Gemüse von Greiffenberg nach Angermünde und Schwedt zum Wochenmarkt. Ich war oft dabei und half beim Verkauf. Unsere Produkte fanden reißenden Absatz, was auch an meinem Vater lag, der sich immer mit seiner Ware identifizierte und mit seiner unkonventionellen lustigen Art den Nerv der Leute traf.
Auch bei den Ernte- und Pflegearbeiten, die noch mit dem Pferd durchgeführt wurden, war ich dabei. Vater hatte die Zügel um Hals und Schulter und bediente den Igel bzw. den Grubber oder den Kultivator. Meine Aufgabe war es, das Pferd am Kopf zu führen, z.B. durch die engen Blumenkohlreihen, so dass kein Schaden entsteht. Die Mitarbeit bei meinen Eltern war so interessant, dass sich mein Berufswunsch dahin entwickelte, Bauer zu werden. Dieser Wunsch wurde Wirklichkeit, heute bin ich Bauer im Haupterwerb und führe den Familienbetrieb seit 1991.